Nachlese zu #XUGS24: Webinar und DocBook

Am vergangenen Mittwoch, den 22. April 2020, fand #XUGS24 in Form eines Online-Webinars statt. Das war eine aus der Corona-Kontaktbeschränkungsnot geborene Idee, ein bereits geplantes Treffen doch noch stattfinden zu lassen, auch wenn es nicht in den Räumen der Hochschule der Medien in Stuttgart stattfinden konnte.

Im Orga-Team der XUGS herrschte einerseits ein bisschen Skepsis, ob XUGS-Treffen funktionieren können, ohne sich von Angesicht zu Angesicht begegnen zu können, andererseits aber auch die Lust, sich auf ein Wagnis des Neuen mal einzulassen. Im Nachhinein können wir froh sein, das Treffen zum Thema DocBook in dieser Form durchgeführt zu haben, das Feedback vor allem der überregionalen Teilnehmenden war durchweg positiv.

Doch eine positive Überraschung erwartete uns gleich zu Beginn. Neben den beiden angekündigten Praxisberichten aus dem DocBook-Umfeld kam aus der Teilnehmerrunde das spontane Angebot eines dritten solchen Berichts. Vielen Dank an den XMLArbyter Thomas Meinike für den Vorschlag und die Präsentation!

Technische Dokumentation für das parsX-Framework

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Quellenarbeit an der Doku des parsX-Frameworks

Den Aufschlag machte Tobias Fischer von der pagina GmbH Publikationstechnologien in Tübingen. Er zeigte einen klassischen Anwendungsfall von DocBook, nämlich die technische Dokumentation für das parsX-Framework, einem kommerziellen Toolpaket zur Arbeit mit dem Open-Source-Dokumentformat parsX. Seine Live-Präsentation zeigte das Authoring der Inhalte im oXygen XML-Editor,  die Konfiguration des Ausgabeszenarios durch Setzen von Parametern und durch Hinterlegung eigener CSS-Regeln und die eigentliche Transformation der DocBook-Quelldateien in statisches HTML. Fischer betonte die einfache Anpassbarkeit, die geringen Anforderungen an den Webserver beim Ausspielen des generierten HTMLs und der komfortablen Navigation und Durchsuchbarkeit der Seite, die mit Hilfe des von Synchrosoft entwickelten Frameworks Oxygen WebHelp erzeugt wurde.

Akademisches Schrifttum mit DocBook

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Erste Orientierung in DocBook

Ich selbst zeigte anschließend die Anwendung von DocBook zur Auszeichnung und Ausgabe einer akademischen Abschlussarbeit. Typische Elemente, die für eine solche Publikation nötig sind, wurden kurz angerissen: Verwaltung von Bibliografien und Glossaren, Erstellen eines Registers, Einbettung mathematischer Formeln. Anschließend präsentierte ich in einem einfachen Beispiel die Anpassung des DocBook-Schemas und des DocBook-XSL, um im Text einige Variablen zu setzen, die erst zum Rendering-Zeitpunkt befüllt werden. Die Folien zum Vortrag stehen hier auf der Seite zum Download bereit [PDF]. Außerdem ist das gesamte Projekt (Oxygen-Projektdatei, XML-Quelldaten, Anpassungen, Folien) in GitHub zum Herunterladen und Nachvollziehen erhältlich. Herzlichen Dank auch an dieser Stelle noch einmal an Gerrit Imsieke von le-tex publishing services für die ursprüngliche Inspiration (siehe Folien).

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Teilnehmerliste

Studentisches Projekt zur Ausgabe mobiler Dokumentationen

In der spontan aufgenommenen dritten Präsentation stellte uns Dr. Thomas Meinike von der Hochschule Merseburg ein Projekt vor, in dem er mit Studierenden eine mobile Dokumentationsapplikation mit jQuery mobile aufgebaut und als Quellformat DocBook genutzt hat. Ein Bericht zu dem Projekt ist auf der Website der Hochschule verfügbar. Besonders interessant war dabei, dass in diesem Projekt nicht auf den im Oxygen Editor eingebauten XSL-Stylesheets aus dem Umfeld der DocBook-Community aufgesetzt wurde, sondern die XSL-Transformationen von der Pike auf von den Studierenden entwickelt wurden und damit gezeigt werden konnte, wie weit man schon mit 500 Zeilen XSLT-Code kommt.

Thomas Meinike hat auf seiner Website nicht nur eine kurze Nachricht zur XUGS24 veröffentlicht, sondern seinen Teil auch mitgeschnitten und online bereitgestellt, so dass man ihn sich nachträglich jederzeit noch einmal ansehen kann. Vielen Dank auch dafür!

Abschlussdiskussion

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Abschlussdiskussion

Im Feedback der Teilnehmenden ist das Veranstaltungsformat gut angekommen. Die Befürchtung, dass inzwischen aufgrund wochenlanger Homeoffice-Arbeit eine gewisse Telekonferenz-Müdigkeit eingetreten sei, wurde nicht bestätigt. Auch die Kombination von drei „mittellangen“ Vorträgen mit Praxisbeispielen wurde positiv genannt. Beim Ausblick in die Zukunft wurde als spannendes Thema mehrfach DITA genannt, aber auch EPUB. Insbesondere die überregional Teilnehmenden waren froh, auf dem Online-Wege überhaupt an der Veranstaltung partizipieren zu können. Im Chatfenster der Veranstaltung stellte Markus Müller-Trabucchi von der XML-User-Group Berlin (XUGBER) in Aussicht, dass es dort möglicherweise demnächst mit einem ähnlichen Format weitergehen könnte. Wir freuen uns drauf!

Mehr Feedback?

Im Zuge der DSGVO-Diskussionen haben wir die Kommentarfunktion hier im XUGS-Blog abgeschaltet. Ihr könnt uns für Rückfragen oder Feedback aber per E-Mail an info(at)xugs.de erreichen und findet uns auf Twitter (@xugstuttgart) oder Xing (Gruppe XML User Group Stuttgart).

Sommer xugs 14: Lessons Learned

Erfahrungsaustausch aus dem Arbeitsalltag nach dem Motto

“Gestern war ein guter Tag, heute war ein lehrreicher Tag.”

Hierbei können neben technischen Abenteuern auch Erfahrungen mit Changemanagement und anderen aktuellen Themen ‘mitgebracht’ werden.
Mutige vor!
Je unterschiedlicher die Themen, desto interessanter wird der Abend!

Nach der Diskussionsrunde gehen wir wie immer zum gemütlichen Beisammensein ins Columbus.

Mi, 15.07.2015 – 18.30 Uhr
Hochschule der Medien, Raum 204
Nobelstraße 10
70569 Stuttgart Vaihingen

xugs@akep13

die #xugs bekommt die Gelegenheit, auf der diesjährigen AKEP Jahresveranstaltung #akep13 am Mi, 19.06.2013 in Berlin am Nachmittag von 14:00 bis 17:00 Uhr die Subkonferenz XUGS meets AKEP (http://www.akep-jahrestagung.de) zu gestalten.

Welche Verlagskollegen haben Interesse, einen Vortrag zu halten, eine XML-Lösung vorzustellen oder über eigene Erfahrungen beim Einsatz von XML im Verlag zu berichten ? Gerne darf es auch ein Vortrag sein, den wir in einem xugs-Treffen in Stuttgart schon gehört haben.

Optimal wäre es, wenn sich drei Referenten finden. Zeitlicher Rahmen ist eine Dreiviertel Stunde. Und außer Ruhm und Ehre bekommen die Referenten die Tickets kostenfrei.

Da wir noch einen knappen Monat Zeit für die Planung haben, freuen wir uns
auf baldige und zahlreiche Vorschläge !

Herzliche Grüße,
das Organisatorenteam

Fritz Hieble
Katharina Kimmerle
Ursula Raithelhuber